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Wiener Secession

| Jugendstil

Die Kunstbewegung der Wiener Secession begeistert.

Berühmte Entwürfe der Wiener Künstler Koloman Moser, Antoinette Krasnik und Josef Hoffmann für E. Bakalowits Söhne Wien um 1900, ausgeführt von der Glashütte Meyr´s Neffe, Böhmen.

 

Kugelvase

Glashütte Meyr's Neffe, Adolf bei Winterberg

Form und Dekor: Entwurf Koloman Moser, 1900

Inv. Nr. Hö 67 832

Farbloses Glas mit vier eingeschmolzenen dunkelrosafarbenen Streifen. Im Rippenmodel vorgeblasen und modelgeblasen. Vier angesetzte tropfenförmige Füße. Unter dem Rand regelmäßiges Wellenband in Keilschliff, oberer Körperteil mit locker gestreuten Kreisen in Olivenschliff. Rand geschliffen.

Die erste Variante der sog. „Kugelvase" entwarf Moser im Jahre 1900, wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Ausstellungskollektion der Firma E. Bakalowits Söhne für die VIII. Ausstellung der Wiener Sezession. Mit der Ausführung in farbigem, irisiertem Glas wurde die Glashütte Lötz betraut. Vasen aus Kristallglas, mit farbigen, rosafarbenen, violetten oder grünen Bändern und mit einfachem Schliffdekor ergänzt, wurden im Jahre 1900 in der Glashütte Meyr's Neffe realisiert. Mosers unkonventionellen Zugang zum Glasschaffen belegen neben seinen individuell modellierten Formen und ihren starken Farben auch seine Bemühungen um eine Wiederbelebung der Schlifftechnik. Ohne Rücksicht auf die Tradition applizierte er die einfach komponierten Schliffdekore nicht nur auf Luxustrinkgläsern, sondern auch, wie diese Vase zeigt, auf Ziergläsern.

Im Unterschied zu der umfangreicheren, in Klostermühle gefertigten Serie wurden die Meyr-Vasen als Einzelstücke realisiert. Das unterstreicht auch die Tatsache, dass das Exemplar im Passauer Glasmuseum das einzige heute bekannte in dieser Ausführung darstellt.

 

Jardinière mit Montierung

Glashütte Meyr's Neffe, Adolf bei Winterberg

Form und Dekor: Entwurf Antoinette Krasnik, 1902

Inv. Nr. Hö 68437

Farbloses Glas, von oben grün verlaufend, in Rippenmodel vorgeblasen und modelgeblasen. Messingmontierung.

Das Glas-Objekt wurde für die Bakalowits-Kollektion entworfen, die im Jahre 1902 auf der „Internationalen Ausstellung für moderne dekorative Kunst“ in Turin gezeigt wurde. Die gleiche Jardinière wurde auch aus irisiertem Glas in der Glashütte Johann Lötz Witwe ausgeführt.

 

Vase in Holzständer

Glashütte Meyr's Neffe, Adolf bei Winterberg

Form und Dekor: Entwurf Josef Hoffmann, 1899

Inv. Nr. Hö 67 829

Farbloses Glas, hellviolett unterfangen, in Rippenmodel vorgeblasen und modelgeblasen. Hell irisiert. Rand geschliffen. Ständer aus Weichholz, mit Mahagonibeize lackiert und poliert. Glasgefäßloch mit Messingblecheinsatz.

Die Formgestaltung verrät nicht nur den Einfluss des traditionellen japanischen Kunstgewerbes, sondern auch den Einfluss der schottischen Bewegung Arts and Crafts, angeführt von Charles Rennie Mackintosh. Die Künstlergruppe aus Glasgow, Mackintosh eingeschlossen, wurde zur Beteiligung an der Wiener Ausstellung eingeladen, wo sie mit ihren Arbeiten einen der Säle ausstattete.

 

 

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